Tatjana Maria: Durchbruch nach der Babypause
Die deutsche Tennisspielerin Tatjana Maria hat in ihrer Karriere etwas ganz Besonderes geschafft: Sie ist nach ihrer Babypause nicht nur erfolgreich auf die WTA-Tour zurückgekehrt, sie spielte plötzlich besser denn je und gewann ihre ersten Turniere auf WTA-Niveau. Inzwischen stehen vier WTA-Einzeltitel in ihrer Vita – der bislang größte davon 2025 beim Rasenturnier im Londoner Queen's Club, das sie mit 37 Jahren als Qualifikantin gewann. Geboren als Tatjana Malek am 8. August 1987 im oberschwäbischen Kurort Bad Saulgau, stand sie schon als Vierjährige auf dem Tennisplatz. Der Sport wurde Tatjana Maria ohnehin in die Wiege gelegt.
Ihr Vater Heinrich Malek, der 2008 verstorben ist, spielte Handball für die polnische Nationalmannschaft, sodass die Leidenschaft seiner Tochter für diesen Sport kaum verwunderlich ist. Ihre österreichische Mutter ist Lehrerin und Maria hat außerdem noch zwei jüngere Brüder. Im April 2013 heiratete sie im US-amerikanischen Palm Beach Gardens ihren Trainer und Manager, den Franzosen Charles-Edouard Maria, mit dem sie zwei Töchter hat: Charlotte, geboren im Dezember 2013, und Cecilia, geboren im April 2021.
Unkonventionelle Spielerin mit viel Ballgefühl
Der Spielstil von Tatjana Maria gilt als einzigartig auf der WTA-Tour. Ihr unkonventionelles Spiel ist geprägt von viel spinreichem Slice, nicht nur mit der Rückhand, sondern auch mit der Vorhand. Während ihrer Babypause nach Wimbledon 2013 entschied die 1,72 Meter große Rechtshänderin sich dazu, von der beidhändigen auf eine einhändige Rückhand umzustellen. Durchaus mit Erfolg, wie sich später erweisen sollte.
Als Jugendspielerin gewann Tatjana Maria, die mit Spitznamen „Tadde" heißt, etliche Bezirks- und Württembergische Meisterschaften sowie die deutsche Meisterschaft in allen Altersklassen von der U14 bis zur U18. Ihre internationale Juniorenkarriere verlief hingegen eher unauffällig. Zwar nahm sie an allen vier Grand Slams teil, schaffte es aber bis auf einmal in Wimbledon nie über die erste Runde hinaus. Im Anschluss an ihr Profidebüt 2001 spielte Tatjana Maria zunächst auf der ITF-Tour, wo sie im Laufe der Jahre zahlreiche Turniere gewann.
Meilensteine in der Karriere von Tatjana Maria
Nachdem Tatjana Maria zuvor mehrmals in der Qualifikation gescheitert war, stand sie im Jahr 2006 endlich zum ersten Mal im Hauptfeld eines WTA-Turniers. Allerdings war beim Hallenturnier in Luxemburg in der ersten Runde Schluss. Positiver verlief Marias Debüt im Fed Cup im selben Jahr, als sie ihr Match im Duell gegen China souverän gewann. Ein Jahr später in Berlin gelang der Slice-Spezialistin gegen Wassilissa Bardina dann auch ihr erster Hauptrundensieg bei einem WTA-Turnier – und sie sprang zum ersten Mal in die Top 100 der Weltrangliste.
Dadurch qualifizierte sich Tatjana Maria erstmals in ihrer Karriere direkt für Grand-Slam-Turniere. Den Großteil ihrer Weltranglistenpunkte erspielte sie sich damals allerdings noch auf dem ITF-Circuit. Der erste Sieg im Hauptfeld eines der vier Majors gelang ihr 2009 bei den Australian Open, wo sie erstmals die zweite Runde erreichte – ein Ergebnis, das sie im selben Jahr in Wimbledon wiederholte. Eine schwere Prüfung überstand sie 2008 abseits des Platzes: Maria erlitt eine Lungenembolie und kämpfte sich anschließend auf die Tour zurück.
Neustart nach der Babypause
Als Tatjana Maria 2013 mit Tochter Charlotte schwanger war, legte sie eine Babypause ein. Was für viele Spielerinnen einen ernsthaften Karriereknick bedeutet, schien für sie eher einen Neustart zu bedeuten. Zwar spielte die junge Mutter zunächst wieder hauptsächlich auf der ITF-Tour, 2015 setzte sie beim Miami Open aber ein erstes Ausrufezeichen, als sie mit der Weltranglistensiebten Eugenie Bouchard erstmals eine Top-10-Spielerin bezwang und bis in die dritte Runde vorstieß. Aufgrund ihrer guten Leistungen beendete sie die Saison auf Platz 68 – das erste Mal seit Jahren, dass Tatjana Maria am Jahresende unter den besten 100 Spielerinnen der Welt geführt wurde.
Und es ging weiter nach oben: 2017 belegte sie am Ende der Saison mit Rang 46 erstmals einen Platz in den Top 50 und ein Jahr später folgte dann auch endlich der lang ersehnte Turniersieg auf WTA-Niveau. Bei den Mallorca Open gewann sie im Finale gegen Vorjahressiegerin Anastasija Sevastova glatt in zwei Sätzen, und das obwohl sie bis zum Turnier 14 von 16 Matches seit Beginn der Saison verloren hatte.
Wimbledon-Halbfinale, Bogotá und der Coup von Queen's
Ihr wohl bekanntestes Ausrufezeichen setzte Tatjana Maria bei Wimbledon 2022, als sie völlig überraschend ins Halbfinale einzog und auf dem Weg dorthin im Viertelfinale gegen Jule Niemeier in drei Sätzen (4:6, 6:2, 7:5) ein Deutsch-Deutsches Duell für sich entschied. Erst Ons Jabeur stoppte sie im Halbfinale – als sechste Deutsche überhaupt, die in Wimbledon so weit kam.
Im selben Jahr holte sie in Bogotá bei der Copa Colsanitas ihren zweiten WTA-Titel (Finalsieg gegen Laura Pigossi) und verteidigte ihn 2023 gegen Peyton Stearns erfolgreich. Der Höhepunkt folgte 2025: Beim WTA-500-Rasenturnier im Londoner Queen's Club setzte sich Maria als Qualifikantin und Nummer 86 der Welt gegen gleich vier Top-15-Spielerinnen durch und gewann das Finale gegen Amanda Anisimova mit 6:3 und 6:4. Mit 37 Jahren war sie damit die älteste Siegerin eines WTA-500-Turniers – kurz darauf kletterte sie am 14. Juli 2025 auf ihre Karrierebestmarke von Platz 36.
Auch mit 39 Jahren denkt Tatjana Maria nicht ans Aufhören: 2026 stand sie erneut im Finale von Eastbourne, gewann das WTA-125-Turnier von Newport ohne Satzverlust im Finale gegen Katie Volynets (6:2, 6:4) und rangiert damit weiterhin in Schlagdistanz zu den Top 100 (Platz 83, Stand: September 2026).
Auch im Doppel konnte Tatjana Maria einige Erfolge aufweisen: Zu ihren vier WTA-Doppeltiteln zählt der erste 2012 in Québec an der Seite der Französin Kristina Mladenovic, dazu kamen Bogotá 2016 und Seoul 2019 mit Lara Arruabarrena sowie Acapulco 2018 mit Heather Watson. Ihr bislang bestes Ergebnis im Doppel bei einem Grand-Slam-Turnier erzielte Maria 2018, als sie mit der Britin Heather Watson das Wimbledon-Viertelfinale erreichte.
Die Ausrüstung von Tatjana Maria: Schläger, Schuhe & Outfit
Für das Feingefühl in ihren Slices verlässt Maria sich auf die Yonex VCORE-Serie, Yonex' Spin-Reihe: Das isometrische Kopfprofil vergrößert die Trefferfläche, die offene Besaitung erzeugt viel Rotation. Mit 100 Quadratzoll ist ihr Rahmen fehlerverzeihender als klassische 98er-Turnierschläger – und damit auch für ambitionierte Freizeitspielerinnen eine realistische Wahl. Weitere Modelle findest du unter Yonex Damen-Tennisschläger, dazu passend Yonex Tennissaiten und Yonex Tennistaschen.
Auf dem Court trägt Maria Turnierschuhe von Nike, allen voran die schnelle, eng anliegende Nike Vapor-Linie – in Damengrößen findest du sie unter Tennisschuhe für Damen. Ihr Outfit stammt aus den aktuellen Nike Tenniskollektionen: Shirts, Kleider und Tennisröcke, ergänzt um Caps und Visoren.
Die Ausrüstung weiterer deutscher Topspielerinnen findest du ebenfalls bei uns – etwa von Laura Siegemund und Eva Lys. Bei allen Bestellungen gilt unser 30-Tage-Geld-zurück-Versprechen: Sollte etwas nicht passen, schickst du es einfach zurück.