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Tennissaiten

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Saitensets: Welche Tennissaite passt zu deinem Spiel?

Ein Saitenset enthält 12 bis 12,2 Meter Saite – genug für genau eine Besaitung deines Schlägers. Welche Saite zu dir passt, entscheidet sich an drei Stellen: am Material, das Gefühl, Armschonung und Haltbarkeit bestimmt, an der Saitenstärke und an der Oberfläche, die über den Spin – die Rotation des Balls – mitentscheidet. Damit ist das Set der günstigste Weg, eine neue Saite auf dem Platz zu testen.

Naturdarm, Multifil, Polyester, Hybrid: Welcher Saitentyp spielt wie?

Eine monofile Saite besteht aus einem einzigen, massiven Strang, eine multifile aus vielen feinen Fasern, die sich beim Ballkontakt gegeneinander bewegen und Vibrationen schlucken.

Saitentyp Stärke – Kompromiss Beispiele
Naturdarm Elastisch, armschonend, spannungsstabil – feuchtigkeitsempfindlich und teuer Babolat Touch VS
Multifilament Weich und kraftvoll – reißt, sobald die Außenhülle durchgescheuert ist Wilson NXT, Babolat Xcel
Co-Polyester Kontrolle, Spin, Haltbarkeit – härter für den Arm Babolat RPM Blast, HEAD Lynx Tour
Hybrid Poly-Kontrolle plus Komfort des weichen Partners RPM Blast 125 + Touch VS 130

Co-Polyester ist Polyester mit Zusatzstoffen, das elastischer ausfällt als reines Polyester. Ehrlich eingeordnet: Ein Poly zahlt sich erst bei langen, schnellen Schwüngen aus – wer kurz schwingt, spürt vor allem seine Härte.

Saitenstärke, Profil und Hybrid: die Feinjustierung

  • Saitenstärke: Der Durchmesser liegt zwischen 1,10 und 1,40 mm und steht oft direkt im Modellnamen – die 125 der RPM Blast 125 bedeutet 1,25 mm. Laut Wilson bringt eine dünne Saite um 1,15 mm mehr Gefühl, Power und Komfort, eine dicke um 1,40 mm mehr Haltbarkeit und Kontrolle. Spielst du viel Topspin (Vorwärtsdrall, der den Ball steil abtauchen lässt) und reißt deine Saite schnell, geh beim selben Modell eine Stufe dicker.
  • Profil: Profilierte Saiten sind kantig statt rund – die Lynx Tour hat sechs Kanten, die Solinco Hyper-G vier. Die Kanten greifen den Filz und erleichtern Topspin und Slice (Rückwärtsdrall, der den Ball flach hält) – meist zulasten von Haltbarkeit und Armschonung.
  • Hybrid: Die Längssaiten laufen vom Griff zur Kopfspitze, die Quersaiten kreuzen sie. Unterschiedliche Saiten in beiden Richtungen verbinden etwa Poly-Kontrolle mit Naturdarm-Gefühl. Bei RPM Blast + Touch VS darf laut Babolat jede Saite längs oder quer laufen.

Nach welchem Ziel suchst du deine Saite aus?

  • Der Ellenbogen schmerzt nach dem Match: Gefragt ist Elastizität: Naturdarm wie die Babolat Touch VS oder günstiger ein Multifil, zu finden bei den komfortablen Tennissaiten. Ein Vibrationsdämpfer nimmt zusätzlich das Schwirren aus dem Saitenbett.
  • Deine Grundschläge segeln hinter die Grundlinie: Tempo hast du, dir fehlt Führung. HEAD Hawk Touch ist mit maximaler Kontrolle ausgewiesen, mehr bei den Tennissaiten für mehr Kontrolle.
  • Dein Ball bleibt trotz sauberem Treffer kurz: Die Multifilsaite Wilson NXT Power verbindet laut Hersteller weiches Gefühl mit Kraft – Alternativen bei den Tennissaiten für mehr Power.
  • Dein Topspin macht noch zu wenig Druck auf den Gegner: Babolat RPM Blast und die sechskantige Lynx Tour sind mit viel Spin ausgewiesen – weitere unter den Spin-Saiten.
  • Dein Multifil hält kaum einen Monat: Wechsel das Material: Co-Polyester ist deutlich strapazierfähiger, ein Hybrid mit Poly in einer Richtung erhält den Komfort. Beides führen die besonders haltbaren Tennissaiten.

Unsicher, was dir fehlt? Der Saitenberater von Tennis-Point schlägt dir nach wenigen Angaben passende Saitensets vor.

Saitenset oder Saitenrolle – und welche Marke?

Set und Rolle enthalten dieselbe Saite. Rollen mit 100 oder 200 Metern rechnen sich erst, wenn deine Saite feststeht und du mehrere Schläger regelmäßig bespannst. Bis dahin sind Sets klüger: Teste zwei oder drei Kandidaten nacheinander im selben Schläger. Steht dein Favorit fest, lohnen sich die Saitenrollen – oder eine der Besaitungsmaschinen zum Selbstbesaiten.

Ein Naturdarm-Set kostet ein Mehrfaches eines Polyester-Sets – du bezahlst damit Armschonung und Gefühl, keine zusätzliche Kontrolle. Im Sortiment findest du die Saitenspezialisten Luxilon, Solinco, Kirschbaum und Tecnifibre ebenso wie die Schlägermarken Babolat, HEAD, Wilson und Yonex.

Gut zu wissen

Die Babolat Touch VS gibt es auch als Halfset mit 6 Metern – genug für eine Richtung, also nur Längs- oder nur Quersaiten. Damit stellst du deine eigene Hybridbesaitung zusammen. Buchst du den Besaitungsservice, lege dafür eine zweite Saite in den Warenkorb.

Häufige Fragen zu Tennissaiten und Saitensets

Wie oft sollte ich meine Tennissaite wechseln?

Je nach Spielhäufigkeit alle zwei bis vier Monate. Auch eine ungerissene Saite verliert Elastizität und Spannung und spielt dann spürbar dumpfer.

Welche Bespannungshärte ist die richtige?

Die Bespannungshärte gibt an, mit welchem Zuggewicht (in Kilo) die Saite auf den Schläger gezogen wird. Als einfache Faustregel gilt: Eine härtere Besaitung (25 bis 30 kg) gibt dir maximale Kontrolle über den Ball. Eine weichere Besaitung (20 bis 25 kg) sorgt durch den stärkeren Trampolineffekt für mehr Power und schont den Arm, verzeiht aber weniger Fehler bei der Präzision.

Warum fühlt sich eine frische Besaitung nach ein paar Tagen anders an?

Das liegt am natürlichen Spannungsverlust. Jede Saite beginnt direkt nach dem Bespannen nachzugeben. Oft verliert sie schon in den ersten 24 Stunden fast 1 kg an Härte und bis zu 2 kg innerhalb der ersten zwei Wochen. Dadurch verändert sich das anfänglich knackige Schlaggefühl ganz automatisch.