Wie du Ernährung & Fitness
in Einklang bringst
Die Ernährung ist bekanntlich das A und O für ein vitales, gesundes Leben. Das gilt noch mehr für Sportler, insbesondere für Leistungssportler und Profis. Denn wer sich täglich intensiv bewegt, sei es auf dem Tennisplatz, im Kraftraum oder draußen in der Natur, verbraucht viel Energie und muss die Speicher wieder auffüllen, idealerweise mit etwas Substantiellem. mehr dazu gibt es in unserem neuen artikel!
Körperliche Beschwerden mit der richtigen Ernährung in den Griff kriegen
Dem Thema Ernährung ist in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit gewidmet worden, viele Profispieler lassen sich inzwischen von Ernährungscoaches beraten und auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Speisepläne erstellen, um das Optimum an Leistung aus ihren Körpern herauszukitzeln. Bessere Ergebnisse auf dem Platz sind aber nicht der einzige Grund. Neben dem körperlichen stärkt eine gesunde Ernährung auch das geistige Wohlbefinden, denn wenn man sich fit, frisch und vital fühlt, steigert sich automatisch das Selbstbewusstsein und man fühlt sich besser für die Herausforderungen des täglichen Lebens gewappnet. Nicht nur auf dem Tennisplatz, sondern auch abseits davon.
Unerklärliche Leistungseinbrüche und mögliche Ursachen
Wenn sich bei längeren Tennismatches immer wieder ein Gefühl der Erschöpfung und Müdigkeit einstellt, obwohl gut trainiert wurde, die Fitnessparameter in Ordnung sind und dem Körper genügend Energie in Form von Flüssigkeit und Nahrung zugeführt wurde, kann es sich lohnen, mit dem Arzt oder einem Ernährungsexperten über diese Probleme zu sprechen. Den unerklärlichen Leistungseinbrüchen könnten nämlich Lebensmittelunverträglichkeiten oder andere Ursachen zugrunde liegen. So erging es beispielsweise Novak Djokovic. Der serbische Tennisstar war zwar schon zu Beginn seiner Karriere ein vielversprechendes Talent, hatte jedoch mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen. Immer wieder litt er unter unerklärlichen Leistungseinbrüchen, gerade wenn ein Match in den vierten oder fünften Satz ging. Wie bei den Australian Open 2010. Im Viertelfinale traf der noch junge Djokovic auf Jo-Wilfried Tsonga und ging mit 2:1 Sätzen in Führung. Doch dann ereilte ihn mal wieder einer dieser plötzlichen Fitnesseinbrüche. Er hatte mit Atemproblemen zu kämpfen und erbrach sich heftig während einer Toilettenpause. In den letzten beiden Sätzen gewann der Djoker lediglich noch vier Spiele und Tsonga fuhr am Ende einen lockeren Sieg ein. Und dies ist nur ein Beispiel von vielen in der frühen Karriere des Novak Djokovic. Zu den ständig auftretenden körperlichen Problemen gesellten sich alsbald zunehmende Selbstzweifel.
Der Brottest
Im Sommer desselben Jahres, während einer Davis Cup Begegnung, machte der Ernährungsspezialist Igor Cetojevic einen Test mit Novak Djokovic: Er sollte seinen rechten Arm ausstrecken und den linken währenddessen auf seinem Bauch ruhen lassen. Daraufhin drückte Cetojevic den Arm herunter und Djokovic sollte dagegen halten. Als nächstes gab ihm der Ernährungsexperte eine Scheibe Brot in die Hand und sagte dem etwas verwunderten Spieler, er solle das Brot nicht essen, sondern einfach nur gegen seinen Bauch drücken, während sein ausgestreckter Arm erneut heruntergedrückt wurde. Zu Djokovics Verwunderung fühlte sich der Arm deutlich schwächer an. Das Ergebnis des sogenannten Brottests war genau was der Experte erwartet hatte: Djokovics Körper reagiert empfindlich auf Gluten, ein Protein, das sich in Weizen und anderen Getreidesorten wiederfindet. Gluten scheint so manchem Tennisprofi Probleme zubereiten, Cedrik-Marcel Stebe etwa nimmt nur noch glutenfreie Produkte zu sich, wie viele andere Spieler inzwischen auch.
Umstellung auf gluten- und laktosefreie Ernährung
Weitere Tests ergaben bei Djokovic zudem eine starke Laktoseunverträglichkeit sowie eine leichte Empfindlichkeit gegenüber Tomaten. Endlich hatte er die Ursache für seine körperlichen Querelen gefunden, die sich natürlich auch auf seine Psyche ausgewirkt hatten. Daraufhin arbeitete er mit Cetojevic einen detaillierten Ernährungsplan aus, der ihm dazu verhalf, einer der fittesten Spieler auf der Tour überhaupt und zu einem der besten und erfolgreichsten Profis aller Zeiten zu werden. Ohne die Umstellung auf eine glutenfreie und weitgehend vegane Ernährung wäre er wohl niemals so weit gekommen und zu Federer und Nadal in den Tennisolymp aufgestoßen.
Mit veganer Ernährung gegen die Autoimmunerkrankung
Venus Williams hatte, ähnlich wie Novak Djokovic, auch immer wieder mit unerklärlichen Leistungseinbrüchen zu kämpfen. Hinzu kamen regelmäßig auftretende Schmerzen in den Gelenken. Manchmal fühlte sie sich so erschöpft, dass es schon zu viel für sie war, auf einem Stuhl zu sitzen. Für einen Tennisprofi und mehrfachen Grandslam-Champion eine mittlere Katastrophe. Die Ursache für ihre Probleme war allerdings keine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Im Jahr 2011 wurde bei ihr das Sjögren Syndrom diagnostiziert, eine Autoimmunkrankheit, die bestimmte Zellen des Immunsystems zerstört, Speichel- und Tränendrüsen angreift sowie Depressionen auslösen kann. Nachdem sie den ersten Schock überwunden und die Krankheit akzeptiert hatte, stellte sie sich der karrierebedrohenden Herausforderung. Da Kortison auf der Dopingliste steht, mussten andere Wege der Behandlung beschritten werden. Auch dank der Umstellung auf vegane Ernährung bekam Williams die Symptome, zu denen neben Erschöpfung und Gelenkschmerzen auch trockene Augen und ein trockener Mund gehören, nach und nach immer besser in den Griff. Und das Wichtigste: Sie konnte wieder auf den Tennisplatz zurückkehren und ihre Karriere, die zunächst akut gefährdet schien, noch sehr lange erfolgreich fortsetzen. Mittlerweile ernährt die mehrfache Olympiasiegerin sich vorrangig von rohem Obst und Gemüse, auch wenn sie laut eigener Aussage sich hier und da auch mal kleinere Ausrutscher erlaubt. Ihre kleine aber weitaus erfolgreichere Schwester Serena hat nach ihrer Schwangerschaft und der komplizierten Geburt ihrer Tochter Olympia ebenfalls auf eine weitgehend vegane Diät umgestellt.
ERNÄHRUNG IST DAS A und O
Wenn man unter unerklärlichen Leistungseinbrüchen leidet oder eine solche Diagnose wie Venus Williams erhält, ist dies also noch lange kein Grund zu verzagen. Manchmal braucht es bloß die richtige Ernährung, um wieder gesund, munter und voller Zuversicht zu sein. Mitunter lassen sich aber auch schwerere Erkrankungen auf diese Weise besser in den Griff bekommen.    
Autor: Nils Reuter
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