Franca's Blog

Hallo ihr Lieben,

in meinem ersten Quarter habe ich zunächst nur vier Kurse, sodass ich täglich nur drei Stunden in der Uni verbringe. Das Lehrsystem amerikanischer Colleges unterscheidet sich deutlich von deutschen Universitäten. Hier wird in kleinen „Classes“ von 25-30 Leuten gearbeitet und zu meiner großen Überraschung gibt es eine Menge Hausaufgaben, die erledigt werden müssen. Außerdem stehen regelmäßig Tests und Quiz‘ auf dem Stundenplan, sodass ich mich doch schon so manches Mal in die 8. Klasse mit Vokabeltests und Klassenarbeiten zurückversetzt fühle! Aber alles halb so schlimm… man gewöhnt sich wirklich schnell an alles und die Professoren sind alle sehr verständnisvoll, was internationale Studenten und deren englische Sprache angeht.

Außerdem ist es wirklich unglaublich praktisch, dass wir als Sportler direkt auf dem Campus wohnen, so bin ich innerhalb von zwei Minuten zu Fuß in der Uni.

Beim Tennis haben wir nun die Pre-Season abgeschlossen. Insgesamt bin ich mit der Vorsaison ganz zufrieden. Anfangs hatte ich zwar meine Probleme und habe zunächst meine ersten Spiele verloren, aber mit der Zeit habe ich mich immer besser an die neuen Bedingungen - das Team, den Boden und die neue Umgebung - gewöhnt. Außerdem habe ich mir sagen lassen, dass jeder Freshman (Ersti :D) mit einem kleinen Tief beginnt… also wird das schon! Jedenfalls haben wir jetzt erstmal keine Spiele und Turniere mehr. Trainiert wird natürlich weiterhin fleißig, damit wir für unsere Saison im Januar auch fit sind. Zwar haben wir nun nicht mehr jeden Tag Training wie in der Pre-Season und der Season, aber dennoch stehen wir drei bis viermal die Woche auf dem Platz und auch das Fitnessstudio sehen wir jeden Tag von innen! Das Training auf dem Platz ist grundsätzlich mit dem deutschen Training vergleichbar, mit der Ausnahme, dass hier ein größerer Fokus auf das Doppelspielen gelegt wird. Viele Übungen, die wir im Training machen, sind mir sogar aus Deutschland bekannt.

Das Plus der Off-Season ist, dass wir jetzt auch ein bisschen mehr Freizeit haben, sodass wir an den Wochenenden auch das ein oder andere Mal feiern gehen können oder Zeit für einen Wochenendtrip haben.

Ich muss zugeben, obwohl es mir wirklich sehr gut gefällt und die Leute alle echt super sind, freue ich mich riesig auf meinen Besuch in Meppen und darauf meine Familie und Freunde wieder zu sehen. Um ganz ehrlich zu sein sind es die kleinen Dinge, die man auf Dauer vermisst… Ein Zimmer für sich ganz allein (No offense Mona - du bleibst mein favorite Roommate! :D),duschen ohne Badelatschen oder deutsches Essen. <3

Eure Franca

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