Franca's Blog

Hallo ihr Lieben,

Es gibt gute Neuigkeiten:

Ich habe den TOEFL in Dortmund erfolgreich absolviert! *YAAAAAY*

Nachdem ich mich bereits am Donnerstag auf den Weg nach Bochum machte, um dort die restliche Zeit, die mir vor dem Test noch blieb zu verbringen, brachte meine Schwester mich am Samstag zur Technischen Universität nach Dortmund, wo der Test stattfinden sollte.

Zu meiner großen Überraschung und meinem Entsetzen, wurde mir über das ETS Portal, bei dem ich mich für den Test anmeldete, lediglich die Straße und eine Gebäudenummer mit Raumnummer verraten, nicht aber eine Hausnummer, was bei einer endlos langen Straße aus Hochschulgebäuden wirklich von Vorteil gewesen wäre. Glücklicherweise gehöre ich zu den Leuten, die aus Panik immer eine halbe Ewigkeit zu früh dran sind. :D

Diese brauchte ich dieses Mal jedoch wirklich, um in dem Gewirr aus Gebäuden und Eingängen überhaupt eine Tür zu finden, die nicht verschlossen war. Ich war bereits davon überzeugt, dass ich den richtigen Raum niemals finden und den Test verpassen würde, als ich andere junge Menschen sah, die ebenfalls von Tür zu Tür rannten und verzweifelt an ihnen rüttelten. Zusammen mit drei weiteren Testteilnehmern gelang es mir also (endlich!) den richtigen Eingang zu finden und noch pünktlich zu Testbeginn zu erscheinen.

Mit der Raumsuche war die Vorbereitung für den Test jedoch noch nicht abgeschlossen. Nachdem wir erstmal eine Menge Papierkram ausfüllen mussten, wurden wir einzeln in den Prüfungsraum gerufen, wo die Personalausweise kontrolliert wurden und ein Foto, sowie eine Stimmprobe von uns genommen wurde. Als das Prozedere dann endlich beendet war und uns ein Computer zugeteilt wurde, konnte es also endlich losgehen.

Ablauf des Tests

Der Test startet mit der Reading-Section, die daraus besteht mehrere Texte zu lesen und spezifische Fragen zu beantworten. Diesen Teil fand ich persönlich relativ gut zu bewältigen, da Lesen bereits ein Bestandteil des SAT gewesen war und auch diverse Klausuren in der Schulzeit diese Kompetenz abfragten. Für die Beantwortung der Fragen des Reading-Teils stehen 80 Minuten zur Verfügung, die auch absolut ausreichen, um die Sequenz ohne Zeitdruck zu bearbeiten.

Auf die Lesekompetenz folgt die Überprüfung des Hörverstehens, was mir erstaunlicherweise als leichtester Teil in Erinnerung blieb. Beim Listening hört man zunächst ein Gespräch zu einem bestimmten Thema und dann eine Lecture, also ein Vortrag. Nachdem man die Sequenzen einmal gehört hat, kann man diese zwar nicht noch ein weiteres Mal anhören, aber dafür darf (und sollte) man sich während des Hörens Notizen machen, da man ansonsten wichtige Details vergisst. Die Fragen, die daraufhin beantwortet werden sollen, zielen in den meisten Fällen auf die Erfassung des Themas oder die Absicht des Gesprächs hin und waren gut zu beantworten.

Besonders die darauffolgende Speaking Session hat mir vor Beginn Sorgen gemacht. Zu irgendeinem Thema ohne lange Überlegungen einen kurzen Vortrag zu halten, schien mir doch eine große Überwindung zu sein. Jedoch habe ich das ganze etwas falsch eingeschätzt.

Man erhält in der Prüfung zunächst eine Frage und hat dann im Folgenden 15 Sekunden Zeit, um einen 45 Sekunden Talk vorzubereiten. 45 Sekunden scheinen nicht lange, sind sie auch nicht. Mit meiner Befürchtung, dass ich nicht wusste, was ich 45 Sekunden lang erzählen könnte, lag ich total daneben. Die 15 Sekunden waren, wie befürchtet, natürlich nicht ausreichend, um grammatisch vollkommen ordentliche strukturierte Sätze zu formulieren und so endete ich eher bei doch recht einfachen, aber dafür zielführenden Strukturen. Das Problem war jedoch, dass ich zu wenig Zeit hatte. Meine Argumentation passte selten in einen Vortrag von 45 Sekunden, weshalb ich mal wieder in Höchstgeschwindigkeit redete, sodass die Verständlichkeit bestimmt ein wenig gelitten hat.

Von dieser Art der freien Beantwortung gab es zwei Fragen, die verbliebenen Zwei bezogen sich darüber hinaus auf einen kurzen Zeitungsartikel und einen Vortrag, den man zuerst anhören musste. Die gestellte Aufgabe bestand nun darin, das Geschriebene und Gesagte zusammenzufassen und Stellung zunehmen. Für diese Aufgabe gab es 30 Sekunden Vorbereitungszeit und 60 Sekunden zum freien Sprechen - wieder in beider Hinsicht vieeeel zu wenig Zeit!

Als ich den Speaking-Teil geschafft hatte, war ich doch recht erleichtert, es war schon wirklich komisch vor einem Computer in ein Head-Setzu quatschen. :D:D:D

Der letzte Teil bestand aus einer Schreib-Prüfung. Es sollten zwei Texte verfasst werden: der Erste bezog sich auf einen gegebenen Text und einen Vortrag und der Zweite durfte zu einer gestellten Fragestellung frei verfasst werden. Auch hier sah ich in dem Zeitdruck die größte Herausforderung und auch die Konzentration machte nach knapp drei Stunden langsam schlapp. :(

Fazit

Insgesamt lief der Test für mich relativ gut und ich habe die von meiner Universität gestellte Mindestpunktzahl von 61 mit 81 Punkten sicher erreicht und somit bestanden. *JUHUU*

Ich muss zugeben, dass ich mich, besonders durch die Abiturklausuren, die zuvor anstanden, nicht gerade optimal vorbereitet habe und ich (zum Glück) mit dem Minimum an Vorbereitung durchgekommen bin.

Insgesamt kann ich euch drei wichtige Tipps mitgeben, mit denen der TOEFL auf jeden Fall machbar ist:

1. Informiert euch, sofern das möglich ist, über die Anforderungen der Universität und bereitet euch dementsprechend vor.

2. Jedem, der die Möglichkeit hat, einen Vorbereitungskurs bei Uniexperts zu besuchen, kann ich das auf jeden Fall empfehlen. Mein SAT-Kurs hat mir auch beim TOEFL unheimlich weitergeholfen und mir die Bearbeitung der Aufgaben unglaublich erleichtert.

3. Ein TOEFL-Buch, aus dem meine Vorbereitung bestand, ist durchaus hilfreich, kann aber in keinem Fall einen Vorbereitungskurs ersetzen.

Ich für meinen Teil bin nun auf jeden Fall super froh, alle Tests erfolgreich hinter mich gebracht zu haben und ganz nebenbei auch alle Abiprüfungen überstanden zu haben! :)

Jetzt gibt es also wieder viel mehr Zeit für die schönen Dinge... wie Tennis spielen! :)

Bis bald,

Eure Franca

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