Völlig aus der Puste?
So gewinnst Du Zeit
Wer kennt das nicht?
Völlig aus der Puste und trotzdem muss der Aufschlag perfekt sitzen. Hier ist die Lösung eine ruhige Hand zu bewahren.
Das Problem das jEDER KENNT...
Es steht 2:2 und 15:30 bei deinem Aufschlag im ersten Satz. Die Sonne knallt auf den Platz. Es ist Samstag, 11.48 Uhr. Das Thermometer steigt langsam an und zeigt bereits 25 Grad im Schatten an. Dein Gegner hat gerade einen mittelmäßigen Stoppball gespielt. Du hast dich dafür entschieden hinzulaufen. Gerade eben kamst du noch an den Stoppball - da hast du deinen Einsatz auch schon bereut. Dein Gegner schließt mit einem einfachen Winner den Ballwechsel ab.

Du begibst dich, vollkommen aus der Puste, wieder zurück an die Grundlinie. Als du dich zum Aufschlag stellen willst, spürst du deinen Puls beinahe durch deinen Hals brechen. Schwer atmend versuchst du dich auf deinen nächsten Aufschlag zu konzentrieren. Du überlegst dir eine ausgeklügelte Taktik, wie du den nächsten Punkt möglichst kurz gestalten kannst. Ein Ass wäre nicht schlecht. Oder einfach eine bequeme Couch - mit einem leckeren Cocktail in der rechten Hand...
dIE lÖSUNG
Spiele bloß nicht weiter. Viele Spieler machen den Fehler, in Zorn und Wut sofort weiterzuspielen. Sie ärgern sich noch über den letzten Ballwechsel, den sie nach einer anstrengenden Rally verloren haben. Stellen sich an die Grundlinie und schlagen einfach auf. Ohne den Ball vorher aufzutippen. Ohne Luft zu holen. Ohne sich eine Sekunde zu erholen. Das der nächste Punkt eine angedeutete Katastrophe wird, ist leicht abzusehen.

Nimm dir eine Pause. Drehe deinem Gegner den Rücken zu, richte deine Bespannung (auch wenn es nichts zu richten gibt selbstverständlich), atme tief durch und verdaue deinen Ärger. Mit Wut im Bauch spielt sich nichts gut. Ohne Puste wird es mit dem nächsten Ballwechsel obendrein sowieso nichts. Warte, bis deine Atmung wieder ein Stück ruhiger wird. Auf diese Weise gibst du auch deinem Gegner die Möglichkeit, nachzudenken und sich vielleicht etwas über deine kleine genommene Pause zu ärgern.
Autor: Marco Kühn (von tennis-insider.de)
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